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Digitalisierung (Sound) Modelle ohne Schnittstelle: Fleischmann BR 

Die  Fleischmann 03 144 war nun dran, „zum Leben erweckt“, m.a.W. mit Sound ausgestattet zu werden. Bei der Gelegenheit hat ihr das AW auch noch eine Triebwerksbeleuchtung und eine Führerstandsbeleuchtung spendiert. Dadurch ist der eigentlich schlanke Umbau etwas ausgeartet.

03 144 des Bw Bremen P – Fleischmann Art.-Nr. 4104.

Bei dem Modell handelt es sich um eine BR 03 ohne Schnittstelle von Fleischmann, also aus den Baujahren 1997 bis ca. 2006 und entspricht technisch den Art.-Nrn. 4102-04. Diese Modelle gab es alternativ als FMZ-Modelle, so dass sie in der Feuerbüchse reichlich Platz für Schnittstelle und Decoder aufweisen. Ein Einbauraum für Lautsprecher war seinerzeit nicht vorgesehen, allerdings ist im Langkessel Platz – wenn man das Kesselgewicht kürzt.

Prämissen waren:
• PluX22-Schnittstelle,
• Lautsprecher 13x18 mm mit 39 mm länglichem Resonanzkörper im Langkessel,
• Triebwerksbeleuchtung,
• Führerstandsbeleuchtung,
• Erhaltung der Trennbarkeit von Lokgehäuse und -chassis,


Decoder: D&H SD22A-4

03 144 mit Triebwerks- und Führerstandsbeleuchtung.


ÜBERSICHT

Schnittstelle und Decoder werden in der Feuerbüchse montiert, der Lautsprecher kommt in den Langkessel vor das Ballastgewicht. Die Birnchenbeleuchtung bleibt unverändert.



I. DEMONTAGE

Fleischmann-Dampfloks lassen sich eigentlich immer gut demontieren.
Bauteile Gehäuse und Fahrwerk

Tendergehäuse:
• Tendergehäuse nach Lösen der drei Schrauben nach oben abnehmen.

Lokgehäuse:

• Drei Schrauben (zwei unter Führerhaus, eine in Höhe der ersten Kuppelachse,
• Windleitbleche abnehmen (gesteckt),
• Umwurfhebel rechte Kesselseite aushaken,
• Bauteil Kessel/Führerhaus abheben.

Umlauf wie folgt demontieren:
• Boden der Feuerbüchse leicht nach oben heben und nach vorn ziehen,
• Umlauf ist mit zwei Stützen unter diesem Boden eingehakt. Etwas nach hinten bewegen, dann lässt er sich nach oben abheben.
• Lokgehäuse vorsichtig nach oben abnehmen, keine Rastnasen vorhanden. Die hintere Fahrwerksschraube ist von einer langen Feder umfasst, also nicht verkanten.
• Ist der Umlauf abgehoben, den Pumpenträger mit den beiden Pumpen entfernen (alles nur gesteckt).

Rastnasen der oberen und unteren Abdeckungen des Fahrwerks.

Um an die Beleuchtung zu kommen, muss zumindest die obere Abdeckung des Fahrwerks demontiert werden. Diese wird im Bereich der 3. Kuppelachse von je einer Rastnase links und rechts gehalten – oben im Bild durch die Speichen der 3. Kuppelachse zu erkennen. Unter der Abdeckung ist der Kanal für den Lichtanschluss der Digitalversion, den wir nutzen wollen.

An die Lok“platine“ (untere Abdeckung des Fahrwerks mit Stromabnahmeblechen) müssen wir bei dem hier verfolgten Weg nicht.



II. DEMONTAGE FAHRWERK und VORDERER LOKTEIL

Um das Stirnlicht an die Schnittstelle anzuschließen, muss das Fahrwerk entkleidet (mindestens die obere Abdeckplatte), Gestänge und Zylinder demontiert sowie das Bauteil Kesselstütze/Laternen abgehoben werden. Viel Aufwand, um einen einzigen Anschluss (DCC weiß) an die Birnchenhalterung zu bekommen.

Gestänge und Befestigungsschrauben.

Gestänge demontieren:
• Gestängehalterung lösen: Schrauben gemäß Bild lösen,
• Kurbelbolzen Treibachse abziehen,
• Gestängehalterung leicht nach oben anheben, so dass Gestänge Spiel bekommt,
• Kolbenstange vorsichtig aus Zylinder JEDER SEITE ziehen,
• Gesamtes Gestänge (beide Seiten mit Halterung) vorsichtig abnehmen. Gut und sicher verwahren!

Demontage Bauteil Kesselstütze/Laternen.
Rastnasen Bauteil Kesselstütze/Laternen von unten.

Weiter geht’s. Lok-Vorderrahmen
• Vorderen Lichtanschluss (rotes Kabel) vom Anschluss am Fahrwerk gemäß Bild ablöten (wenn die obere Abdeckung des Fahrwerks noch nicht entfernt war, dazu muss sie runter),
• Zylinder entfernen,
• Birnchenhalterung lösen (Rastnasen) und nach hinten ziehen,
• Birne entfernen,
• Birnchenhalterung wieder befestigen,
• Rastnasen Bauteil Kesselstütze/Frontlaternen (das ist ein Teil) von unten gemäß Bild öffnen,
• Nun Bauteil Kesselstütze/Frontlaternen abheben,
• Birnchenhalterung nun auch abziehen.



III. ANSCHLUSS FAHRSTROM und STIRNLICHT

Nach der ganzen Demontiererei können wir jetzt mal was Produktives machen: Fahrstrom und Stirnlicht anschließen.

Übersicht Anschlüsse Fahrwerk und Stirnlicht sowie Schnittstelle.

Die Schnittstelle – ich habe eine von Doehler & Haass mit bereits angelöteten Kabelanschlüssen verwendet – ist der elektrische Dreh- und Angelpunkt. Sie kommt in den unteren Teil der Feuerbüchse. Durch diesen laufen ohnehin die Anschlüsse zwischen Lok und Tender. Die Kabel wie folgt anschließen (Kabelfarben, sofern nicht anders vermerkt, DCC):

• Schiene links (schwarzes Kabel) an Lötfahne linke Seite (siehe Bild),
• Schiene rechts (rotes Kabel) an Lötfahne rechte Seite (siehe Bild),
• Licht vorn (weißes Kabel) in dem Kabelkanal auf der Oberseite des Fahrwerks verlegen und an die Birnchenhalterung anschließen (siehe Bild und Bildausschnitt).

Im Anschluss Funktion prüfen – und den Vorderrahmen des Modells wieder zusammensetzen, Gestänge montieren und auf Leichtgängigkeit prüfen. Den Umlauf bitte noch nicht, der wird noch gebraucht.




IV. ANSCHLUSS TENDER

Zunächst sind die Verbindungen der Schienen (rot und schwarz) zwischen Lok und Tender wieder herzustellen. Dies kann entweder durch einen zweiten Anschluss auf dem vorhandenen Lötpunkt auf der Schnittstellenplatine, durch Durchschliff oder am Lötpunkt an den Lötfahnen von den Stromabnahmeblechen in der Lok erfolgen. Wie im Bild zu sehen, habe ich das rote Kabel am Anschluss der Stromabnahmebleche (vor dem Feuerbüchsenboden) abgegriffen, das schwarze auf der Schnittstellenplatine. So können die bereits durch die Lok-Tender-Kulisse geführten roten und schwarzen Leitungen weiterverwendet werden.

Dann werden folgende Anschlüsse durch die Lok-Tender-Kulisse geführt:

• Motor rechts (orange),
• Motor links (grau)
• Licht hinten (gelb)

Die Kulisse besteht aus zwei Teilen, die Oberseite lässt sich vorsichtig aufhebeln, so dass die Kabel hindurchgeführt werden können.


Um die Tenderplatine digital zu nutzen, bitte die Drosseln sowie den Anschluss für das Rücklicht gemäß Bild entfernen bzw. ablöten.


Die kleine Lichtplatine muss etwas angepasst werden. Zwischen den Kontakten befindet sich ein Selenplättchen (Halbleiter) nebst Isolierung. Diese bitte entfernen. Da der Kontakt zwischen den Blechen infolge der fehlenden Teilchen nun nicht mehr sicher ist, Kontakt durch löten erstellen (siehe Bild).


Tenderplatine mit Anschlüssen der Schnittstelle.

Jetzt können die Licht- und Motorkontakte von der Schnittstelle gemäß Bild an die Tenderplatine angeschlossen werden. Bitte Kabel sorgfältig ablängen! – einerseits muss der Motor wieder hinein und die Kabel benötigen etwas Spiel für die Bewegung der Kulisse. Andererseits ist zuviel Kabelage nur im Weg…
Der guten Ordnung halber – die vorhandenen Anschlüsse des roten und des schwarzen Kabels bleiben unberührt (bzw., wenn beim Ablöten der Drosseln gelöst, an vorhandener Lötstelle wieder anlöten).



V. TRIEBWERKSBELEUCHTUNG - optional -

Nun wäre es an der Zeit, die Triebwerksbeleuchtung zu bauen. Wer dies nicht möchte, kann den kommenden Arbeitsschritt einfach überspringen.

Ich habe hier insgesamt 6 LEDs vorgesehen, die auf Höhe der originalen Laternen, etwas nach innen versetzt, unterhalb des Umlaufbleches montiert werden. Die Beschaltung erfolgt in zwei Gruppen à jeweils drei in Reihe geschalteter SMD LED Bauform 0603 in Golden White (von LED-Baron) mit je einem Vorwiderstand von 2.2 kΩ, die an AUX2 angeschlossen werden. Eine Gruppe besteht aus den drei LEDs auf dem linken, die andere aus denen auf dem rechten Umlaufblech. Die Vorwiderstände und eine Verteilung der U+ Anschlüsse erfolgt durch eine kleine Platine, die innerhalb der Feuerbüchse, neben der Schnittstellenplatine, angeordnet werden wird.

Eine ursprünglich angedachte Reihenschaltung aller sechs LEDs funktioniert übrigens nicht, jedenfalls nicht mit Gleisspannungen bis 18 V.

LEDs und Anschlüsse auf der Unterseite des Umlaufbleches

Die elektrischen Verbindungen bestehen aus einer Mischung aus einpoligen Leiterbahnen und sehr dünnen 1 mm Kabeln (in rot). Dort, wo die Leiterbahnen unter dem Steuerungsträger (aus Metall) verlaufen, sind diese mit der nicht isolierten Seite nach oben montiert. Die erste und die dritte LED sind je (teilweise) auf Leiterbahnen gelötet, die mittleren direkt an die Kabel. Letzteres ist mechanisch sehr empfindlich, aber an der Stelle im Steuerungsträger nicht vermeidbar. Die LEDs bzw. die Leiterbahnen, auf denen sie sitzen, sind mit lösemittelfreiem „Popel“kleber an das Umlaufblech angeklebt. An Stellen, an denen Kontakt mit metallischen (Steuerungs-) Teilen bestehen kann, ist (rotes) Isolierband aufgebracht.

Der Anschluss zur Schnittstelle bzw. den Vorwiderständen liegt im Bild rechts und befindet sich auf Höhe der Feuerbüchse. Also kurze Kabelwege.

Nun bitte den Umlauf vorsichtig wieder auf das Fahrwerk aufsetzen – dabei darauf achten, dass die Kabel der Lok-Tender-Verbindung nicht zwischen Rahmen und Umlauf gequetscht werden und beweglich bleiben. Ferner muss der Pumpenhalter zwischen 2. und 3. Kuppelachse wieder eingesetzt werden.

Kleine Platine für Vorwiderstände und zur Verteilung von U+.

Diese kleine Platine erfüllt folgende Zwecke: sie
• verteilt den Anschluss AUX 2 auf die beiden LED-Gruppen,
• beherbergt die Vorwiderstände,
• verteilt U+ auf die erforderlichen drei Anschlüsse (AUX1 (Führerstandsbeleuchtung), 2x AUX2 (Triebwerksbeleuchtung).

Leider habe ich es verpasst, ein Bild von der Unterseite zu machen. Aber dort befinden sich nur die Vorwiderstände. Alle Lötpunkte befinden sich auf der Oberseite und sind in obigem Bild zu sehen. Als Widerstände habe ich 0,6 A Metallschichtwiderstände 2,2 kΩ der axialen Bauform 0207 verwendet.

Da die Platine physikalische Anschlüsse von beiden Seiten erhält, unbedingt {i]vor[/i] dem Anlöten aller Kontakte ein Schrumpfschlauch für die Platine über die Kabel einer Seite gestülpt werden. Nachdem alle Kontakte angelötet sind, wird der Schrumpfschlauch übergezogen und einschrumpft.



VI. KESSEL und LAUTSPRECHER

Bevor wir den Anschluss von der kleinen Platine/Schnittstellenplatine zum Kessel mit Lautsprecher und ggf. Führerstandsbeleuchtung herstellen, kümmern wir uns erstmal um den Kessel und den Lautsprechereinbau.

Zunächst einmal muss das Kesselgewicht aus dem Kessel entfernt werden. Dies erfolgt nach vorn durch die Rauchkammertür (letztere ausklipsen). Das Kesselgewicht ist (jedenfalls ab Werk) eingepresst und sollte sich vorsichtig durch Drücken von hinten durch das Loch in der Trennwand und Klopfen auf die Kesselvorderseite herauslösen. Ab Werk sind die Gewichte nicht geklebt.

Kesselgewicht mit bereits abgetrenntem Teil in ungefährer Position im Kessel.

Hat man das Teil erfolgreich herausgeprökelt, muss es gekürzt werden. Ich habe etwa 1,8 cm abgetrennt. Etwas mehr schadet nicht, bei mir ist es knapp bemessen. In das verbleibende Stück einen tiefen und breiten Kabelkanal fräsen oder feilen. Dieser muss so breit sein, dass die beiden Lautsprecherkabel viel Spiel zum hin- und herbewegen haben. Dies wird zur Montage des Lautsprechers dringend erforderlich sein. Darüber hinaus die Schnittkanten schön rund feilen – man will das Teil ja auch wieder sauber montieren.

Beschnittenes Kesselgewicht mit Kabelkanal und Lautsprecher vor der „Versenkung“ im Kessel.

Als Lautsprecher kommt ein handelsüblicher 13x18 mm Rechtecklautsprecher auf einem länglichen Resonanzkörper 39 x 13 mm von Austro-Modell zum Einsatz. Der Einbau erfolgt in folgenden Schritten:

• Reichlich Kabel bemessen,
• Kabel in Führung auf Kesselgewicht legen und beides in Kessel einführen,
• prüfen, ob Kabel sich leicht hin- und herziehen lässt,
• Lautsprecher anlöten,
• nochmals prüfen,
• alles in den Kessel versenken, Gewicht vorsichtig in Position bringen,
• Lautsprecher unter nachziehen des Kabels in Kessel einführen,
• richtige Position des Lautsprechers ist zwischen Kesselgewicht und Öffnung in Rauchkammer für Birnchenhalterung.
• Lautsprecher festkleben.


Steckverbindung zur Schnittstellenplatine und Führerstandsbeleuchtung

Damit der Kessel später vom Fahrwerk entfernt werden kann, bedarf es einer Steckverbindung zwischen Kessel und Schnittstellenplatine und kleiner Platine (für die, die eine Triebwerksbeleuchtung einbauen möchten). Soll eine Führerstandsbeleuchtung eingebaut werden, muss die Steckverbindung 4-polig sein (2x Lautsprecher, AUX 1 und U+ für FSt.-Beleuchtung). Ich habe Mini-Steckverbindungen mit Rastermaß. 2 mm verwendet, die sind recht robust. Die Belegung ist Lautsprecher – AUX 1 – U+ - Lautsprecher. Damit ist das ganze verpolungssicher, wenn man die Stecker verkehrt zusammensteckt, leuchtet nur die LED nicht.

Wer keine Führerstandsbeleuchtung einbauen möchte, benötigt nur zwei Pole für die Lautsprecherkabel.

Es bietet sich an, zuerst die Steckverbindung zu bauen und erst dann die Führerstandsbeleuchtung einzubauen – dazu im nächsten Schritt.



VII. FÜHERSTANDSBELEUCHTUNG - optional –

Nun würde es sich – optional - anbieten, eine Führerstandsbeleuchtung einzubauen. Diese kommt in den hinteren Teil des Kessels (Feuerbüchse, oben). Dazu zunächst ein Loch von 2 mm Durchmesser in die im Führerhaus befindliche Oberseite des Kessels bohren (siehe Bild oben rechts). Vorwiderstand – hier 2x 1.2 kΩ - mit grünem Kabel für AUX 1 - bauen, ein Kabelende (zw. Hier ein Drahtende des Vorwiderstands) durch das Loch in Kesseloberseite führen. Blaues Kabel (U+) gleichfalls hindurchführen. Anschließend Widerstand und Kabel von innen oben an Feuerbüchsdecke ankleben. Sodann die aus dem Loch ragenden Kabelenden ablängen – etwa ein, eineinhalb Zentimeter genügen. Kabelenden verzinnen und LED darauf löten. Ich habe die gleichen SMD LED 0603 golden white verwendet wie für die Triebwerksbeleuchtung.



VIII. STECKVERBINDUNG in der FEUERBÜCHSE

Diejenigen, die keine Triebwerksbeleuchtung eingebaut haben, müssen nun den Umlauf vorsichtig wieder auf das Fahrwerk aufsetzen – dabei darauf achten, dass die Kabel der Lok-Tender-Verbindung nicht zwischen Rahmen und Umlauf gequetscht werden und beweglich bleiben. Ferner muss der Pumpenhalter zwischen 2. und 3. Kuppelachse wieder eingesetzt werden.

Nun gilt es, den Kessel an die Schnittstelle und die kleine Platine anzuschließen. Wie bereits oben erwähnt, werden bei Führerstandsbeleuchtung vier Pole benötigt, bei reinem Lautsprecheranschluss nur zwei.

Steckverbindung in der Feuerbüchse. Auch hier wieder die Belegung LS (braun) – AUX 1 (grün) – U+ (blau) – LS (braun).

Das blaue U+ kommt, sofern die Triebwerksbeleuchtung eingebaut wurde, von der kleinen Platine, die anderen direkt von der Schnittstellenplatine.

Übersicht Schnittstellenplatine, kleine Platine und Kabelführungen in der Feuerbüchse.

Bei der D&H Schnittstellenplatine wird der Decoder „von hinten“ eingesteckt, die Steckerleiste zeigt also nach unten und ist hier deshalb nicht zu sehen! Die Schnittstellenplatine habe ich mit doppelseitig klebendem Montageband auf der Steckleiste an die Kante des Umlaufbleches geklebt. Hier unbedingt vor dem finalen Fixieren probeweise den Kessel aufsetzen, die Stehkesselrückwand ist ziemlich schräg!

Bitte beachten, dass die Kabel von der Triebwerksbeleuchtung (die dünnen roten und schwarzen) um den „Sockel“ des Umlaufes herum gelegt werden (siehe Bild oben). An sind an der entsprechenden Stelle im Hinterkessel Aussparungen, so dass die sehr dünnen Kabel nicht gequetscht werden. So gelangen die Kabel recht elegant (vorne unten im Führerhaus) vom Umlauf in die Feuerbüchse.

Jetzt noch den Decoder drauf und – probefahren!

Wenn alles passt, können endlich der Kessel und das Tendergehäuse montiert werden, und das Modell wieder „zugerüstet“ werden, also z.B. Windleitbleche, Schiebestange.



VIII. SOUND und CVs

Ich habe bei diesem Modell das neue D&H Soundprojekt der BR 01 verwendet – für die Zweizylinder BR 03 Altbau gibt es sonst nur eines aus dem Jahre 2013, das war mir zu alt. Das Soundprojekt ist jedenfalls derzeit State of the Art - variierende Klangtöne bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Zwangsleerlauf, Zwangslastfahrt, Bremsen mit Taste, Entfall der Dampfstöße bei „Dampf“-Wegnahme – große Show!

Der Decoder steuert den Motor bereits mit Werkseinstellungen optimal an. Endgeschwindigkeit und Beschleunigungswerte sind natürlich angepasst – und wenn man so etwas macht, darf man die Geschwindigkeit der Dampfstöße wieder einstellen.

Motoreinstellungen:
CV2=0
CV3=25
CV4=14
CV5=103
CV9=1
CV12=0
(CV29=38)
CV48=0 (lineares Beschleunigungsverhalten, besser bei Sound)


Soundeinstellungen:
CV353=57 (Dampfstöße Fahrstufe 1)
CV354=200 (Verringerung Abstand Dampfstöße bei höherer Geschwindigkeit)
CV362=0


Ein bisschen Mapping, u.a. um AUX 1 auf einer freien Funktionstaste und zahlreiche Features des Decoders zu nutzen, die nicht voreingestellt waren (Zwangsleerfahrt, stufenweise leiser/lauter, Bremstaste etc.) zu haben:

F4 - Rangiergang und AFB aus
F5 – Zwangsleerlauf (CV377=5)
F6 – Führerstandsbeleuchtung (AUX 1)
F7 – Triebwerksbeleuchtung (AUX 2)
F9 – Zwangslastfahrt (CV379=9)
CV131=0 (Abblendfunktion aus)
AUX1 auf 4 gedimmt
AUX2 auf 3 gedimmt


Lichtspiele

Die Fleischmann 03 war „dran“ mit Sound – und das Modell ist eine sehr gute Basis. Hervorragende Fahreigenschaften, gut zu demontieren, nichts geklebt, nicht übermäßig viele Ansteckteile im Fahrwerksbereich.
Der Sound ist für meine Begriffe ziemlich ordentlich geworden, was mich aber nicht wirklich überrascht – mit dem hier verbauten länglichen Resonanzkörper im Langkessel hatte ich schon bei einer S 6 sehr gute Erfahrungen gemacht. Und die Triebwerksbeleuchtung setzt dem Ganzen das Sahnehäubchen auf.


Der Bericht kann hier als PDF heruntergeladen werden


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